V o n K l a s s i k
b i s C h a n s o n
Eine musikalische Reise zwischen Renaissance, Tango und Chanson
P R O G R A M M
Il Cantico delle Creature
Daniel Pacitti
Ein Klangbild der Schöpfung
nach Worten des Franz von Assisi
Rapsodia Criolla
Daniel Pacitti - Uraufführung -
Hommage an die Gauchos und die Ursprünge des Tango
Solist: Janne Saksala - Kontrabass
( 1. Solo-Kontrabassist der Berliner Philharmoniker)
***
Chansons :: Große Frauen-Stimmen
zwischen Berlin, Paris, und New York
Eine musikalische Verneigung vor Édith Piaf, Marlene Dietrich, Milva, Ella Fitzgerald und Marilyn Monroe.
Gesang: Claudia Renner
Es spielt das Streichensemble des Leonardo da Vinci Kammerorchesters mit Gästen aus dem Jazz-Bereich unter der Leitung von Daniel Pacitti.
T E R M I N E
Sa 26. Sept. 17:00 Uhr
Auenkirche Berlin-Wilmersdorf
Fr 02. Okt. 2026 19:30 Uhr
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Claudia Renner
Janne Saksala
Von Klassik bis Chanson
Ein Konzertabend zwischen mittelalterlicher Poesie, neuer Musik, südamerikanischen Klangwelten und den großen Frauenstimmen des 20. Jahrhunderts.
Mit Werken von Daniel Pacitti, der „Rapsodia Criolla“ für Kontrabass und Streichorchester sowie musikalischen Hommagen an großem Bühnenpersönlichkeiten entsteht eine Reise durch unterschiedliche Zeiten, Kulturen und Ausdrucksformen.
Das alles zwischen Konzertbühne und Performance.
Il Cantico delle Creature
Der Sonnengesang des Franz von Assisi
Den Auftakt des Abends bildet Daniel Pacittis Vertonung des berühmten „Cantico delle Creature“ nach Worten des heiligen Franz von Assisi.
Der Text entstand um das Jahr 1224 und gehört zu den ältesten poetischen Zeugnissen der italienischen Literatur. Franziskus besingt darin Sonne, Wind, Wasser, Erde und alle Geschöpfe als Teil einer gemeinsamen Schöpfung. Die Natur erscheint nicht als Besitz des Menschen, sondern als Schwester, Begleiterin und Quelle des Lebens.
Besonders berührend ist seine Beschreibung der Erde:
„Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester und Mutter Erde.“
Warum Schwester und Mutter zugleich? Schwester, weil auch sie Teil der Schöpfung ist. Mutter, weil sie uns nährt, trägt und immer wieder Schönheit hervorbringt – in Früchten, Blumen, Landschaften und allem Lebendigen.
Daniel Pacitti verbindet in seiner Komposition mittelalterliche und Renaissance-Klangwelten mit einer zeitgenössischen musikalischen Sprache.
Alte musikalische Formen, franziskanische Gesangstraditionen und moderne Klangfarben begegnen sich in einem Werk von großer poetischer Kraft.
Entstanden ist keine historische Rekonstruktion, sondern eine lebendige musikalische Meditation über Natur, Dankbarkeit und die Beziehung des Menschen zur Welt.
Gerade heute, rund 800 Jahre nach seiner Entstehung, wirkt dieser Text erstaunlich aktuell. Er erinnert daran, dass Schönheit, Achtsamkeit und Verantwortung keine modernen Erfindungen sind, sondern Fragen, die Menschen seit Jahrhunderten beschäftigen.
Ein Werk voller Licht, Ruhe und Staunen – und zugleich ein ungewöhnlicher Konzertbeginn, der das Publikum in eine andere Zeit versetzt und dennoch unmittelbar die Gegenwart berührt.
Rapsodia Criolla
Kreolische Rhapsodie
Die „Rapsodia Criolla“ für Kontrabass und Streichorchester ist eine musikalische Reise zu den Wurzeln des Tango.
Das Werk ist den Gaucho-Payadores Argentiniens und Uruguays gewidmet – musikalischen Geschichtenerzählern der Pampa. Ihre improvisierten Gesänge und Erzählungen, die sogenannten „Payadas“, gelten als eine der wichtigsten Wurzeln des späteren Tango.
Im Zentrum steht der Kontrabass als Soloinstrument – nicht nur als Begleitung, sondern als eigentliche Erzählerstimme des Werkes.
Der Kontrabass übernimmt die Rolle des Gaucho-Payador: mal melancholisch und erzählend, mal virtuos, rhythmisch und voller Energie.
Die Musik führt von folkloristischen Klangwelten über nostalgische Gaucho-Melodien bis hin zum modernen Tango im Geist Astor Piazzollas.
Solist des Abends ist Janne Saksala, seit vielen Jahren 1. Solo-Kontrabassist der Berliner Philharmoniker.
Zweiter Konzertteil
Im zweiten Teil öffnet sich das Programm in Richtung Stimme.
Zu hören sind musikalische Hommagen an große Stimmen und Bühnenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts – Édith Piaf, Marlene Dietrich, Milva, Ella Fitzgerald und Marilyn Monroe.
Zwischen Paris, Berlin, Buenos Aires und New York entsteht eine musikalischer Bogen zwischen Chanson, Jazz, Kino und Konzertbühne.
Klassische Klangsprache, südamerikanische Rhythmen, Jazz und theatrale sowie tänzerische Elemente verbinden sich dabei zu einem Abend zwischen Konzert, Erinnerung und musikalischer Erzählung.
Ein Abend zwischen Europa und Amerika, zwischen Konzertsaal, Tango und Chanson – voller sinnlicher, lebendiger Bilder und Geschichten. Wir laden Sie herzlich ein, diese Reise mit uns zu erleben.